Woran hat es gelegen?

Woran hat es gelegen? © Foto by Kathrin Stamm

Schwirrt dir die Frage auch immer wieder durch den Kopf, wenn irgendetwas nicht so läuft, wie es sollte? Gestern zeigte mir eine meiner Töchter ein Video, über das wir uns alle schlapp lachten. Es spielt nämlich genau mit diesem Satz. Und warum lachen wir so darüber? Weil es uns letzten Endes sehr bekannt vorkommt: Diese Denk-Schleife im Kopf, die sich automatisch einstellt und die in den meisten Fällen wenig förderlich ist. Was dran ist an der Denk-Schleife und wie du bessere Lösungen finden kannst, erzähle ich dir in meinem neuen Beitrag.

Zuerst der Test für dich

Was löst das Video bei dir aus? Es ist übrigens ein Werbefilm – für die, die rätseln.

Der  Direktlink zum Video, falls dein Gerät es erfordert.

Vielleicht hast du gar nicht darüber gelacht und fandst es nur doof? Humor ist ja bekanntlich recht vielschichtig, hängt von eigenen Erfahrungen und Gedankenstrukturen ab und kann sehr unterschiedlich aufgefasst werden. Die Einen finden den Videoclip vielleicht doof, Andere nicht. Dennoch geht dieses Filmchen schon seit 8 Jahren durchs Netz und allem Anschein nach können viele Menschen – alte und junge – damit in Resonanz treten. Siehe meine Töchter und mich zum Beispiel.

Warum lachen wir über das Video: Woran hat es gelegen?

Lachen und Humor kann manchmal ein Ventil sein für Themen, die triggern. Dass Lachen dabei eine befreiende, entstressende und auflockernde Wirkung hat, hast du sicher selbst schon öfter gespürt.

Die Resonanz auf das obige Video über mehrere Jahre zeigt mir, dass das zugrunde liegende Thema (Waaas – ein Thema unter deeem Nonsens?) zeitlos ist. Und dass der kurze Clip eben nicht nur Nonsens ist, obwohl es erst Mal den Anschein hat.

Ja was liegt also drunter als Thema Woran hat es gelegen?

Aus meiner Sicht ist das fast schon archetypische Thema darunter unser Hang und Drang zur Problemanalyse. Wenn etwas schief geht oder nicht so läuft wie es soll, fängt sofort die „Maschine im Kopf“ an mit eben diesem einen Satz in die Analyse zu gehen: Woran hat es gelegen? Und zwar in genauso so einer Endlos-Schleife wie in dem Videoclip. Das Video ertappt uns letztlich im eigenen inneren Dialog oder genauer gesagt Monolog. Die Wirkung auf uns zeigt, wie tief verwurzelt das mechanistische Weltbild in uns ist: „Es gibt einen Fehler, eine Ursache. Behebe ich sie, läuft die Maschine wieder.“ Ach, wenn’s doch immer so einfach wäre! Lach.

Diese Art zu denken ist – außerhalb der KFZ-Werkstatt oder eines Maschinenkonstruktionsbüros – oft wenig hilfreich, ja leider sogar absurd. Denn wenn der Faktor Mensch dazu kommt und wenn es um Systeme geht (ein Fußballverein, eine Familie, eine Firma, ein Land – das alles sind Systeme) versagt diese einfache mechanistische Logik aufgrund der Komplexität der Einflüsse und ihrer Co-Energien.

Die 3 Schritte der Abwärtsspirale durch den Satz: Woran hat es gelegen?

Schritt eins der Abwärtsspirale:

Der Gedanke poppt auf: Woran hat’s gelegen. Warum ist das passiert? Was ist die Ursache?

Ich ertappe mich übrigens selbst immer wieder in verschiedenen Situationen dabei „Woran hat es gelegen?“ zu denken! Dann bin ich über mich selbst überrascht: dass etwas in mir wider besseren Wissens diesen Autopilot-Mechanismus (Problemursachendenken) schaltet. Ohne dass es eine bewusste Entscheidung wäre!

Einfaches Beispiel: ich habe das Bügeleisen angelassen und bin aus dem Haus gegangen. Zum Glück nichts passiert. Zurück zu Hause, als ich es bemerke kommt sofort der Gedanke: Woran hat es gelegen, dass ich das Bügeleisen angelassen habe?

Schritt zwei der Abwärtsspirale:

Jetzt folgen die Spekulationen über die Ursache und die sind meist negativer Natur:

In meinem Fall: Oh, war es Gedankenlosigkeit? Stress? Alterserscheinung? Krankheit?

Schritt drei der Abwärtsspirale:

Jetzt folgt ein weiterer Mechanismus, der eine typische Reaktionsmusterkette in Gang setzt.

  • Ähnliche Fehler in der Vergangenheit aufspüren,
  • Weitere (schlechte) Beispiele,
  • Selbstabwertung und Selbstverurteilung oder auch
  • Beschuldigung Fremder und damit das Einnehmen der Opferhaltung.

Die darauf folgenden Gedanken bewirken, dass du dich richtig schlecht fühlst. Sie lösen Stress aus. Und Stress ist bekanntlich kein guter Ratgeber für Lösungen.

In meinem Beispiel sage ich also zu mir selbst Sätze wie: Oh du Trotteline. Du warst schon als Kind schusselig. Papa hat ja  früher schon gesagt, du bist eine Träumerin. Vor 10 Jahren ist mir das schon mal passiert – da waren wir sogar drei Tage weg. Mensch, wenn’s da gebrannt hätte, nicht auszudenken. Ich scheine ja wirklich nicht mehr alle beisammen zu haben, sobald ein bisschen Stress aufkommt. Bist du jetzt schon nicht mehr klar im Kopf?– Das ist doch Kopfkino pur, oder?! Helfen mir diese Fragen uns Selbstvorwürfe wirklich weiter? Leider nein!

Nochmal zurück zum Eingangsgsvideo. Alle die eben aufgeführten Gedanken entstanden bei mir durch den Satz Woran hat es gelegen? Der Satz hat die gleiche Qualität wie die berühmte „Warum-Frage“. Die nenne ich nämlich eine „tödliche“ Frage. Weil sie dazu animiert, sich in einen negativen Gedankenstrudel hineinzubegeben, der immer tiefer in Frust und Verzweiflung führt. Und meist wenig geeignet ist, Lösungen, Optimismus und Zuversicht zu finden. Wie gesagt – außerhalb der KFZ-Werkstatt und des Ingenieurbüros.

Wie sieht also die Alternative aus:

Schritt eins bleibt – Der Gedanke Woran hat’s gelegen taucht auf. Das bleibt.

Schritt zwei: O.k. – gibt es eine nachvollziehbare Ursache? Naja, ich war ein bisschen spät dran. Das allein erklärt die Sache noch nicht vollständig. Gesund bin ich. Hm, weiter komme ich genau genommen nicht an der Stelle.

Also folgt bei mir – wer hätte das gedacht – eine kleine Lachübung! Ich denke mir selbst das „heiße-Bügeleisen-Lachen“ aus und sorge damit für Kurzentspannung.

Alternativ verordnest du dir Gedankenstopp und sorgst anderweitig für Kurzentspannung.

Schritt drei:

Jetzt bin ich frei für Lösungsfindung. Erstmal mein Bedürfnis klären. In der Situation: Ich brauche Sicherheit. Daher  möchte ich dafür sorgen, dass sich das nicht nochmal wiederholt. Und siehe da, eine Menge Möglichkeiten tun sich auf: Ein Erinnerungsschild am Bügeleisen oder im Bügelzimmer. Ein Symbol an der Haustür, das mich kurz zum Innehalten animiert und nochmal innerlich checken lässt, ob alles so ist, wie es sein sollte beim Verlassen des Hauses. Oder oder oder.

Merkst du den Unterschied? Die verschiedenen Ergebnisse je nach unbewusstem oder bewusstem Flow bei Störung?

Dabei spielt für mich das Lachen immer wieder eine große Rolle:

  • Es bringt mich aus dem Kopf,
  • lässt mich von alten Mustern lösen,
  • macht kreativ und
  • lösungsorientiert (statt problemorientiert).

Allerdings erfordert das ein wenig Training. Die eingefleischte mechanistische und problemorientierte Denkweise, die so schnell in eine Abwärtsspirale führt, hat schließlich jahrelang Bestand gehabt. Das geht mit ein, zwei Lachübungen nicht dauerhaft zu switchen.

Daher habe ich ein Onlinetrainingsprogramm entwickelt, in dem Lachen und Selbstcoaching in einzigartiger Weise verbunden sind. Es ist für Menschen, denen es so geht wie mir in meinem obigen Beispiel: Auch wenn du theoretisch weißt, was richtig oder hilfreich wäre, läuft doch in vielen Fällen ein wenig hilfreiches Autopilot-Programm. Das kannst du jedoch besonders nachhaltig mit kleinen und sich wiederholenden Impulsen verändern. So entstehen im Nervensystem neue Verknüpfungen. Mehrfach und wiederholt genutzt, werden sie selbstverständlicher. Damit steigt die Lebensqualität enorm. Es befähigt zu neuem Fühlen und Handeln. Davon kann ich ein Lied singen! Denn der Tatsache, dass ich vor einigen Jahren selbst diese Schritte getan habe und sie immer noch wiederhole, verdanke ich mein Leben und mein Glück.

In meinem Lach dich fit – Guide erfährst du mehr darüber. Da verrate ich dir weiter Details und vor allen Dingen kannst du mit mir direkt erste Übungen mitmachen und erste Wirkung sofort selbst erproben.

Woran hat es denn jetzt gelegen? :-)

Herzliche Grüße

Deine Kathrin

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Kathrin Stamm

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6 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

    • Liebe Kerstin,
      ich hab ja trotzdem Spaß und andere vielleicht auch. Also dann einfach anderswo und anderswie Spaß haben – ist voll o.k. :-)
      Herzliche Grüße, Kathrin

  1. Ich habe mich gerade ernsthaft gefragt: Wie konnte es dazu kommen
    bzw. Woran hat es denn nun gelegen in einer für mich ernsten Situation.
    Da kam das Video gerade recht. Es hat mich lachen lassen und das ist
    dringend nötig, um ES vor allem zu akzeptieren.
    Ich selbst komme aus dem Rheinland, lebe in Baden-Württemberg.
    Ich finds herrlich: Wo hattet denn dran jelejen :-)
    Immer wenn ich ins Grübeln komme, sage ich mir das und schwupps
    geht’s mir besser.
    Danke Kathrin!!!

    • Liebe Beate,
      herzlichen Dank, dass du deine Erfahrung hier teilst. J
      a, ich glaube, dass sehr sehr viele Menschen (wenn nicht alle) diese Tendenz in sich haben.
      Mit bewusster Wahrnehmung ist der erste Schritt getan und dann kann ja der zweite – z. B. mit Lachen (mein Favorit) kommen.
      Herzliche Grüße nach Baden-Würtemberg
      Kathrin

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