Worüber lachst du?

Worüber lachst du?

Lesen.Schreiben.Eierkuchen. Ein lustiges Motto schon Mal. Es prangt über dem Blog von Vera Nentwich, Autorin und Schriftstellerin. Sie hat zur Blogparade aufgerufen: Worüber lachst du? Und hier ist mein Beitrag als Lachtrainerin dazu – mit Link zum Selbsttest.
Ich beginne mit dem ersten Witz: ich hab noch kein Buch von Vera Nentwich gelesen. Hahaha. Ich lese nämlich selten Romane und Krimis, eher Sachbücher und Kinderbücher. Ja, du hast richtig gelesen, Kinderbücher. Von Märchen bis Fantasy. Nun ja, Vera hat noch kein Lachyoga bei mir gemacht, denke ich – also sind wir quitt. Dann hätten wir die Ausgangsbasis schon mal geklärt :-)
Auch oder vielleicht sogar gerade weil wir aus unterschiedlichen Welten kommen, kann es bereichernd werden, sich über ein gemeinsames Thema – das Lachen – Gedanken zu machen. Ich freue mich über Vera‘s Fragen, die mich inspirierten.

Welcher Lachtyp bist du?

Hast du darüber schon mal nachgedacht? Es gibt eine Klassifizierung von Komikstilen nach Schmitt-Hidding, nämlich

  • Spaß
  • Ironie
  • Witz
  • Sarkasmus
  • Humor
  • Satire
  • Nonsens
  • Zynismus

Wenn du es für dich genau herausfinden willst, gehe auf die Seite des psychologischen Instituts der Universität Zürich. Hier stellt das Institut diverse Online-Fragebögen zur Positiven Psychologie zur Verfügung. Privat kannst du sie einmalig und kostenfrei nutzen, wenn du dich mit deiner Mailadresse anmeldest und einloggst.
Dort gibt es u.a. den SHCS-Fragebogen zur Gewichtung der acht Komikstile in der eigenen Persönlichkeit. Es dauert 10 Minuten, diesen Test zu machen. Wenn du Zeit und Lust hast, erfahre mit Hilfe des Tests, welche Bereiche bei dir besonders ausgeprägt sind.

Warum ich lache –  mein Testergebnis

Hier ist nun mein Testergebnis von o.g. Test der Universität Zürich.

  • Ich habe gerne Spaß und verbreite gute Laune
  • Witz: ich liebe anspruchsvolle, überraschende und gewitzte Pointen, die mit vielen Stilmitteln ausgedrückt werden
  • Außerdem kann ich die Ungereimtheiten des Alltags wohlwollend und mit Humor betrachten
  • Und ich wertschätze und produziere gerne Nonsens-Humor, sinnfrei, spielerisch, heiter.

Puh, da hab ich ja nochmal Schwein gehabt. So als Lachtrainerin.
Am wenigsten ausgeprägt ist bei mir Zynismus. Ironie, Sarkasmus und Satire haben bei mir ebenfalls eine recht niedrige Punktzahl erreicht.
In dieser Humor-Komik-Analyse finde ich mich gut beschrieben.

Warum und worüber lachen Lachtrainer?

1995 schrieb der indische Arzt Dr. Madan Kataria einen Artikel über die gesundheitlich positiven Wirkungen des Lachens. Seine Recherche zum Thema hat ihn so begeistert, dass er beschloss, es nicht bei der Theorie zu belassen, sondern praktisch damit zu experimentieren. Zuerst begann er so, wie es vielleicht die meisten Menschen tun, wenn sie lachen wollen: Er traf sich mit 5 Leuten in einem Park in Mumbai und sie erzählten sich Witze. Schnell versammelten sich mehr Menschen – lachen steckt ja an. Weil’s so gut war, trafen sich täglich wieder. Denn Dinge, die gut tun, wiederholt man gerne. Zu den Nutzen intensiven Lachens lies weiter in meinem Blogartikel „Warum du täglich mindestens 10 Minuten lachen solltest.“ 1995 traf sich also täglich eine wachsende Schar lachender Menschen im Park bis… ja, bis ihnen nach ungefähr zwei Wochen die Witze ausgingen. So standen die beiden vor der Wahl: entweder das Experiment beenden oder sich etwas auszudenken. Dr. Kataria und seine Frau entschieden sich für Letzteres. Sie kreierten aus Klatsch- Atem-, Dehnübungen und kleinen Rollenspielen sowie weiteren Yogaelementen das Lachyoga. Mit dem Ziel, ohne Grund und Schadenfreude zu lachen. Ja noch nicht einmal Humor braucht es dazu. Obwohl Humor dann als Nebeneffekt wächst und gedeiht.
Das hat mich sehr angesprochen vor einigen Jahren und das phantastische Übungsprogramm lässt mich bis heute nicht mehr los! Es hat mich positiv verändert körperlich, seelisch und im Miteinander. Es hat meine Arbeitsbeziehungen und meine privaten Beziehungen bereichert.

Worüber lachst du denn so als Lachtrainer(in)?

Tja. Es klingt schon etwas abgefahren. Ich kann über absolut nichts lachen! Bei der Anfrage eines Unternehmens bezüglich eines Lachworkshops fragte der Personalleiter, ob ich denn jetzt und gleich direkt mal lachen könnte. Er war verblüfft, dass es adhoc funktionierte und musste selbst lachen. Nonsens-Komik im wahrsten Sinne des Wortes. Ist es einmal „eintrainiert“, lässt es sich jederzeit leicht abrufen und als Quelle für Gesundheit und Frohsinn nutzen.
Auch wenn mir ein Lapsus passiert oder jemand mich auslacht, kann ich heute einfach mitlachen.
Wenn es mir gut geht, kann es mir passieren, dass ich abends aus heiterem Himmel einen Lachanfall bekomme, einfach so, grundlos. Also ganz klar: ich kann völlig ohne Anlass oder mit einem lächerlich kleinen Anlass lachen.

Wenn du viel und regelmäßig lachst, stellen sich die Gründe fürs Lachen ein.

Das ist ein Phänomen: je mehr man lacht, desto mehr gute Gründe findet man! Hier sind wir wieder bei der Nonsens-Komik oder Lowsense-Komik: wenig Sinn und Anlass reicht zum Lachen.

Welches Buch hat dich zuletzt zum Lachen gebracht und warum?

Hier kommt ein Buchtipp von mir – vielleicht nicht für Jeden. Für Menschen, die im SHCS-Test der Universität Zürich s.o. ähnlich abgeschnitten haben wie ich, voraussichtlich ein guter Tipp. Auch wenn ich wenig Romane lese, habe ich mich schlapp gelacht beim Lesen von „Das Rosie-Projekt“ von Graeme Simsion. Der Autor ließ mich in die Rolle eines Autisten eintauchen, der beschließt, eine Frau zu finden. Sein Ehefrauprojekt – nach festem Plan und Regeln. Ich schätze die feine subtile Beschreibung Simsion’s von Menschen, ihren Gefühlen und Beziehungen aus dem völlig anderen Blickwinkel eines durchaus liebenswerten Autisten. Er erschließt sich die Welt der Emotionen und Beziehungen aus Beobachtung und analytischer Interpretation. Die Fiaskos sind bereits vorprogrammiert bei seinen Annäherungsversuchen an Frauen. Der Held gibt natürlich nicht auf, begegnet Rosie und dann beginnt die witzig-spannende Reise. Mehr verrate ich nicht, denn vielleicht willst du das Buch ja selbst lesen. Als ich jedenfalls abends las, fragte meine Tochter, was denn los sei, weil ich zwischendurch schallende Lachanfälle bekam. Das passiert mir wirklich ausgesprochen selten bei einem Buch.

Und was war dein lustigstes Buch?

Gerne kannst du das Kommentarfeld unten nutzen, um deinen lustigsten Buchtipp zu geben. Ich bin schon ganz neugierig!

Wenn du jetzt neugierig geworden bist, wie das mit dem grundlosen Lachen geht, dann lade ich dich zu meinem kostenlosen Online-Lachkurs ein.

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Kathrin Stamm

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4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Kathrin,
    toll, dass dich als Expertin meine Humorparade erreicht hat. Habe natürlich gleich den Text gemacht und glücklicherweise sind bei mir Witz und Humor gut ausgeprägt. Hääte mich auch schwer getroffen, wenn nicht.
    Und das mit Buch nicht gelesen müssen wir mal angehen. Ich lese am 18. Februar in Rösrath. Ist das nicht bei dir in der Nähe?
    Herzlichen Gruß,
    Vera

    • Hallo Vera,
      das hätte ich bei dir nicht anders erwartet mit Witz und Humor. So kommst du auch rüber auf deinem Blog.
      Rösrath ist gebongt.
      Herzliche Grüße und bis bald! Kathrin

  2. Hallo Kathrin
    ein interessanter Beitrag zur Blogparade mit Einblicken in die Arbeit einer Lachtherapeutin. Ich war natürlich neugierig auf den Test der Universiät und habe die Fragen beantwortet. Meine Meinung von mir in Bezug auf Humor hat sich bestätigt. Ich bin in allen Acht Komikstilen, mein schlechtester Wert ist 30 (Witz, besonders geistreich bin ich also nicht, im Vergleich zu den anderen Kategorien).
    Ich lache gerne und ich lache viel, aber ob es zehn Minuten am Tag sind weiß ich nicht.
    Liebe Grüße
    Martin

    • Hallo Martin, danke für dein Feedback!
      Du kannst ja mal auf die Uhr schauen beim lachen :-)
      10x eine Minute ist auch super. Bei dem Humorquotienten hast du gute Karten!
      Toitoitoi und weiter viel Vergnügen.
      Herzliche Grüße
      Kathrin

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